*1894 in Nürnberg, † 1975 in Köln.
Direktor des Wallraf-Richartz-Museum Köln in den Zeiträumen 1933 bis 1945 und 1957 bis 1960, sowie Generaldirektor der Kölner Museen 1957 bis 1960.
Wenn das Wallraf-Richartz-Museum auf Otto Förster zu sprechen kommt, heißt es beispielweise: „Unter Direktor Otto Förster wird im Jahr 1936 die Sammlung Carstanjen erworben. Mit wertvollen Werken von Rembrandt und Frans Hals ist nun der Grundstein für den Aufbau einer Galerie von europäischem Rang gelegt. […] Aus Anlass des 75-jährigen Bestehens des Wallraf-Richartz-Museums vereint Förster alle bis dahin der Wissenschaft bekannten Werke des Kölner Meisters in einer Sonderschau.“ Quelle (Stand: 20.06.2023).
Was nicht erwähnt wird und auch seiner Wiederernennung im Jahr 1957 offensichtlich nicht im Weg gestanden hat, ist die Tatsache, dass er aus dem Fundus des Museums zahlreiche Werke verkauft, um gezielt und systematisch (u. a. mit Unterstützung von Hildebrand Gurlitt) Raubkunst zu ‚erwerben.‘ Ein solches Verhalten lässt nur den einen Schluss zu, dass sich seine Amtszeit von 1933 bis 1945 einer ideologischen Homogenität zum herrschenden System verdankt.
„Während des Zweiten Weltkriegs verkaufte er Werke aus der eigenen Sammlung, um bedeutendere Kunstwerke in den besetzten Niederlanden u. Frankreich zu erwerben. Diese wurde nach dem Krieg von den US-Truppen beschlagnahmt u. zurückgegeben.“